In den überlieferten Schriftquellen tritt Nordgoltern verhältnismäßig spät in Erscheinung: 1320 kaufte das Kloster Barsinghausen einen Hof mit 4 Hufen in Nortgoltorne und bekam dafür von den Grafen von Hallermund auch das Obereigentum über tragen.
Der Richtungshinweis im Ortsnamen (Nort-) deutet darauf hin, dass es von dem bereits existierenden Ort Goltern zu einer Aussiedlung in nördliche Richtung gekommen sein muss.
Der Ortsname Goltern geht auf eine adlige Familie zurück, die in einer 1160 vom Hildesheimer Bischof ausgestellten Urkunde mit Theodericus de Golturne erstmals in Erscheinung trat. Die von Goltern werden hier beheimatet gewesen sein und den Ortsnamen als Familiennamen angenommen haben. Dass sie über Grundbesitz in Goltern verfügten, ist erstmals Mitte des 13. Jhs. nachweisbar. Aus späteren Schriftstücken geht hervor, dass Johan van Golterne vom Grafen von Wunstorf als Gerichtsherr in Goltern eingesetzt war und hier 1380 einen Gerichtstag abhielt; 1431 ist Artus van Golteren Holzgräfe der Holzmark zu Goltern.